Hearth
Tonerdenformen
Arbeitsumgebungen, die sowohl Zusammenarbeit als auch konzentriertes Arbeiten ermöglichen, unterstützen Menschen dabei, ihr Bestes zu geben.
Eine gute Raumakustik kann Wohlbefinden, Konzentration und Produktivität positiv beeinflussen.
Bodenbeläge und andere Materialien spielen eine wichtige Rolle dabei, störende Geräusche zu reduzieren.
Lärm am Arbeitsplatz ist weit mehr als eine Frage des Komforts. Er beeinflusst, wie gut wir uns konzentrieren können, wie wohl wir uns fühlen und wie produktiv wir arbeiten. Er prägt sogar die Wahrnehmung unseres Arbeitsplatzes.
Laut der Interface Studie What's That Sound? Workplace Acoustics Study können hohe Geräuschpegel Stress und Anspannung verstärken. Zudem gab die Hälfte der Befragten an, dass die akustische Qualität eines Arbeitsplatzes ihre Entscheidung für oder gegen einen Job beeinflussen würde.
Da sich Arbeitswelten stetig weiterentwickeln, stehen Designer und Planer vor einer zentralen Herausforderung: Räume zu schaffen, die sowohl den Austausch fördern als auch konzentriertes Arbeiten ermöglichen. Eine durchdachte Raumplanung, flexible Arbeitsbereiche und eine gute akustische Performance tragen entscheidend dazu bei, dass Menschen ihr volles Potenzial entfalten können.
Wir verbringen etwa ein Drittel unseres Lebens bei der Arbeit. Entsprechend großen Einfluss haben die Räume, in denen wir uns täglich aufhalten, auf unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit. Deshalb rückt das Wohlbefinden der Mitarbeitenden immer stärker in den Fokus moderner Arbeitswelten.
Die Studie von Interface zeigt, dass sich 55 % der Befragten durch Bürolärm gereizt oder angespannt fühlen. Fast 80 % berichten zudem, dass Geräusche ihre Konzentration beeinträchtigen. Diese Ergebnisse verdeutlichen, wie stark Gestaltungsentscheidungen Stresslevel, Fokus und das gesamte Arbeitserlebnis beeinflussen können.
Gesündere und komfortablere Arbeitsumgebungen schaffen Mehrwert für Mitarbeitende und Unternehmen gleichermaßen.
Ob beim Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, in Videokonferenzen oder bei anspruchsvollen Aufgaben, die konzentriertes Arbeiten erfordern: Arbeitswelten sollten Menschen in den unterschiedlichsten Situationen des Tages unterstützen.
Nicht jeder arbeitsbereich eignet sich für jede Aufgabe.
Während manche Tätigkeiten von Austausch und Zusammenarbeit leben, erfordern andere Ruhe und möglichst wenige Ablenkungen. Unterschiedliche Arbeitsplatztypen geben Mitarbeitenden die Möglichkeit, die Umgebung zu wählen, die am besten zu ihrer jeweiligen Aufgabe passt.
Dazu gehören beispielsweise:
Räume mit unterschiedlichen Lichtstimmungen Laut Bruce McEvoy vom Architektur- und Designbüro Perkins&Will können Ruheräume und kleinere Kollaborationsbereiche zudem dazu beitragen, die Lärmbelastung im gesamten Büro zu reduzieren und gleichzeitig unterschiedliche Arbeitsweisen zu unterstützen. Das deckt sich mit den Ergebnissen der Interface Workplace Acoustics Study: Viele Mitarbeitende wünschen sich mehr Rückzugsorte und Fokusräume, in denen sie konzentriert arbeiten können, ohne gestört zu werden.
Der WELL Building Standard bietet Orientierung für die Gestaltung von Räumen, die Gesundheit und Wohlbefinden fördern.
Im Bereich Akustik betrachtet WELL nicht nur äußere Lärmquellen. Ebenso wichtig sind Räume, die Konzentration, Privatsphäre und Regeneration unterstützen. Dazu zählen beispielsweise Ruheräume, Rückzugsbereiche oder andere Orte, an denen Menschen Abstand von Ablenkungen gewinnen und neue Energie tanken können.
Indem Akustik gemeinsam mit Faktoren wie Licht, Luftqualität und Bewegung betrachtet wird, entstehen Arbeitswelten, die sich den ganzen Tag über angenehmer und unterstützender anfühlen.
Raumaufteilung und Flächenplanung haben großen Einfluss auf die akustische Qualität eines Gebäudes. Ebenso entscheidend sind jedoch die Materialien, die in der Arbeitsumgebung eingesetzt werden.
Viele beliebte Oberflächen reflektieren Schall, statt ihn zu absorbieren. Dazu gehören unter anderem:
Die Workplace Acoustics Study von Interface zeigt, dass 54 % der Mitarbeitenden in Arbeitsumgebungen mit Holz-, Keramik- oder Betonböden ihren Arbeitsplatz als laut empfinden. In Umgebungen mit Teppichboden sind es dagegen nur 45 %.
Die erfolgreichsten Arbeitsplatzkonzepte orientieren sich an den spezifischen Anforderungen eines Unternehmens, seiner Kultur und vor allem an den Menschen, die die Räume nutzen.
Mit anderen Worten: Ästhetik allein sollte nicht ausschlaggebend sein. Die besten Materialentscheidungen schaffen Räume, die Komfort, Konzentration und Produktivität gleichermaßen unterstützen.
Der Bodenbelag hat einen entscheidenden Einfluss darauf, wie sich Schall in einem Raum verhält.
Der Akustikexperte Julian Treasure weist darauf hin, dass harte Oberflächen wie Beton, Holz oder Fliesen akustische Herausforderungen mit sich bringen können. Statt Schall zu absorbieren, reflektieren diese Materialien Geräusche und verstärken alltägliche Lärmquellen wie Schritte oder Gespräche. Weichere Bodenbeläge können dazu beitragen, den Geräuschpegel zu senken und eine ruhigere Arbeitsatmosphäre zu schaffen.
Auch das Carpet and Rug Institute hebt die akustischen Vorteile von Teppichboden hervor. Teppich kann:
Geräusche direkt an ihrer Quelle minimieren Interface bietet verschiedene Bodenbelagslösungen, die akustische Anforderungen unterstützen und gleichzeitig unterschiedliche gestalterische Anforderungen erfüllen:
Lärm muss kein unvermeidbarer Bestandteil des Arbeitsalltags sein.
Menschen benötigen im Laufe des Tages unterschiedliche Umgebungen für unterschiedliche Tätigkeiten. Werden diese Bedürfnisse bereits in der Planung berücksichtigt und akustische Aspekte gezielt integriert, entstehen Arbeitswelten, die Konzentration, Wohlbefinden und Produktivität nachhaltig unterstützen.
Quellenangaben: