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Interface Composure and Recreation carpet tile in elementary school library
© B+B Architekten/ Jérome Gerull

Marienschule Oythe schafft Orientierung

Ein neues Bodenkonzept für eine zukunftsfähige Lernumgebung.

Krefeld, 15. Januar 2025. Die Marienschule Oythe zählt im niedersächsischen Landkreis Vechta zu den wichtigsten Bildungseinrichtungen und wurde in den vergangenen Monaten umfassend modernisiert. Ein zentrales Element dieser Erneuerung war die Gestaltung der Bodenflächen in Fluren, Klassenräumen und Gemeinschaftsbereichen. Das gestalterische und funktionale Bodenkonzept trägt seit September 2025 dazu bei, die Lernumgebung der Grundschule mit Ganztagesangebot langfristig zu verbessern und rund 230 Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften im Alltag Fokus und eine sichere Wegeführung zu vermitteln.

„Ziel der Neugestaltung war es, eine freundliche, klare und pädagogisch hochwertige Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle Nutzerinnen und Nutzer gleichermaßen wohlfühlen“, erklärt der verantwortliche Architekt Linus Bocklage von B+B Architekten. „Das Konzept kombiniert ruhige Grundtöne, präzise gesetzte Farbimpulse sowie modulare textile und elastische Bodenbeläge, um ein visuelles Leitsystem zu kreieren, akustische Belastungen zu reduzieren und robuste, pflegeleichte Flächen zu schaffen.“ Mit Unterstützung des Concept Design Teams von Interface entwickelte das Architekturbüro damit ein Bodenlayout, das sich über drei Stockwerke erstreckt und ein hohes Identifikationspotenzial mit der Schule birgt.

Farben als Wegweiser

Ein klarer Schwerpunkt des Designs liegt auf den farbbasierten Markierungen, die den Lernenden, Lehrenden aber auch Besucher:innen intuitiv die Richtung vorgeben. Jede der vier Jahrgangsstufen der Schule sowie Räume des Ganztages erhielten eine eigene Farbwelt – sichtbar in Korridoren, Raumübergängen und klassenübergreifenden Sammelzonen, den sogenannten „Lerninseln“. Die Farben Rot, Gelb, Grün und Blau der Klassen 1 bis 4 werden dabei nicht als dekorative Akzente eingesetzt, sondern strukturieren Wege, markieren Übergänge und stärken die Lesbarkeit des Gebäudes. „Die verschiedenfarbigen Teppichfliesen der Kollektion Composure konzentrieren sich bereits vor den Klassenzimmern, bevor sie sich auf spielerische Weise in einem helleren Ton auflösen und schließlich in ein ruhiges und neutrales Hellbeige, in das Produkt Recreation in der Farbe Direction, übergehen“, beschreibt Mira Bettin, Concept Designer bei Interface, die Idee. Dieser Basiston prägt auch allgemeine Verwaltungsräume, darunter das Lehrer- und Elternsprechzimmer. Aufenthaltsbereiche, die allen Jahrgangsstufen offenstehen, sowie die Schulbibliothek kennzeichnet die Farbe Türkis, ebenfalls umgesetzt mit dem Produkt Composure in der Farbkombination Abyss und Harbour.

Neben der Wahl von zeitlosen Primär- und Sekundärfarben sind es klare Linien und Zonierungen im Bodenbelag, die durch das Schulhaus führen und täglich Tausende von Bewegungen im Gebäude unterstützen. Jede Akzentfarbe wurde in einem hellen und einem dunkleren Ton in vollflächigen Fliesen im Format 50 × 50 cm verlegt. Dadurch entsteht eine leicht pixelartige Struktur, die zugleich ein harmonisches Gesamtbild erzeugt. Im Musikraum der Schule wird die Symbolik der Teppichfliesen noch verstärkt: Dort imitieren die Skinny Planks der Kollektion On Line in der fast schwarz anmutenden Farbe Ink und dem helleren Ton Biscuit Klaviertasten.

Weniger Lärm, mehr Fokus

Gerade in Schulgebäuden spielt eine gute Akustik eine zentrale Rolle: Gruppengespräche, Pausenbetrieb und hohe Schülerfrequenzen erzeugen eine erhebliche Geräuschkulisse. Die eingesetzten Teppichfliesen von Interface verbessern die Raumakustik deutlich – dank ihrer textilen Oberfläche erreichen sie ein Trittschallverbesserungsmaß von 23 dB. Auch auf den Fluren sorgen gedämpfte Schritte für Ruhe: Das dort verlegte LVT-Design Northern Grain in der Farbe Oak Satin verfügt standardmäßig über die Rückenkonstruktion Sound Choice+™ und reduziert den Trittschall um bis zu 19 dB.

Zur ruhigen Lernatmosphäre trägt zudem bei, dass die Schüler:innen im Gebäude ausschließlich in Noppensocken oder Hausschuhen unterwegs sind. Ihre Straßenschuhe bleiben in den vorgesehenen Fächern im Eingangsbereich und werden erst am Ende des Schultages wieder angezogen. „Es gelingt uns nun deutlich besser, konzentrierte Lernphasen mit kommunikativen Elementen zu verbinden, ohne dass die Lautstärke zu einem Problem wird“, freut sich Schulleiterin Annika Bosse über das Ergebnis.

Robust, rein, wohnlich

Eine weitere Herausforderung im Schulalltag sind die hohen Anforderungen an die Bodenpflege. Auch in dieser Hinsicht ist der Verzicht auf Schuhe ein wesentlicher Faktor: Er verhindert, dass Verunreinigungen ins Haus gelangen, was die Entfernung von Erde oder Schmutz überflüssig macht. An anderer Stelle fallen kleinere Arbeitsreste auf dem Boden erst gar nicht auf: Im Werk- und Kunstraum wurde deswegen das LVT-Produkt Walk On By aus der Kollektion Look Both Ways in Polychrome ausgelegt, geprägt durch ein konfettiartiges Muster. Seine UV-stabilisierte PU-Keramikperlbeschichtung Ceramor+™ minimiert außerdem Kratzer und Abnutzungserscheinungen und erhöht die Rutschhemmung. Bei Bedarf kann der LVT-Bodenbelag umstandslos gereinigt und nebelfeucht gewischt werden. „Die Räume sind nun sauberer, ruhiger und fast schon wohnlich, ohne dabei an Professionalität zu verlieren“, fasst es Bosse zusammen.

Vom Klassenzimmer zurück in den Kreislauf

Interface-Produkte setzen seit Jahren Standards im nachhaltigen Bauen. Auch in der Schule in Oythe, die Ressourcen bewusst nutzt und Wert auf eine nachhaltige Schulkultur legt, kommt dies zum Tragen: „Da alle unsere Produkte einen besonders niedrigen CO2-Fußabdruck aufweisen, konnten wir frei aus unserem Portfolio wählen und uns auf ein frisches Farbkonzept für die neue Lernwelt konzentrieren“, erklärt Bettin. Die verlegten Bodenbeläge überzeugen dabei auch durch ihren hohen Anteil recycelter und biobasierter Materialien von bis zu 93,6 Prozent (Teppichfliesen) bzw. 39 Prozent (LVT). Bei Bedarf können die Teppichfliesen dank reversibler Verlegung rückstandslos aufgenommen und über das Rücknahmeprogramm ReEntry von Interface wiederverwendet oder zu neuen Produkten verarbeitet werden.

Die Marienschule Oythe setzt mit dem neuen Bodenkonzept ein Zeichen für zukunftsorientierte Bildungsarchitektur – und zeigt, wie Gestaltung, Funktionalität und Nachhaltigkeit im Schulbau ineinandergreifen können.

Von dem positiven Effekt auf die Kinder ist die Schulleiterin überzeugt: „Seit der Neueröffnung unserer Schule erlebe ich jeden Tag, wie wohltuend der Bodenbelag für unsere gesamte Schulgemeinschaft ist. Durch die angenehme Haptik trauen sich die Kinder viel eher, flexibel auf dem Boden zu arbeiten. Dadurch entsteht eine offene, einladende Lernkultur, die die Selbstständigkeit stärkt und eine Atmosphäre schafft, in der sich alle gerne aufhalten.“

 

Bautafel

  • Objekt: Marienschule Oythe, Vechta, www.neu.marienschule-oythe.de
  • Bauherr: Stadt Vechta
  • Architekt: B + B Architekten GmbH, www.bbvec.de
  • Verleger: Holthaus GmbH & Co. KG, www.holthaus-rheine.de
  • Projektgröße: 2.794 m2
  • Fertigstellung: Juli 2025
  • Produkte: 
    • Composure (4169064 Berry / 4169065 Cranberry / 4169058 Sapphire / 4169060 Sailing / 4169066 Abyss / 4169067 Harbour / 4169070 Fern / 4169071 Olive / 4169072 Amber / 4169073 Sunburst)
    • Look Both Ways - Walk On By (A01501 Polychrome)
    • Northern Grain (A02611 Oak Satin)
    • On Line (7335001 Biscuit / 7335016 Ink)
  • Serviceleistung: Concept Design
  • Copyright: © B+B Architekten / Jérome Gerull

Über Interface

Interface, Inc. (NASDAQ: TILE) ist ein weltweit tätiges Unternehmen für Bodenbelagslösungen und führend im Bereich Nachhaltigkeit. Das Unternehmen bietet ein integriertes Portfolio an Teppichfliesen und elastischen Bodenbelägen, das Interface® Teppichfliesen und LVT, nora® Kautschukbeläge und FLOR® Premium Rugs für gewerbliche und private Räume umfasst. Mit einem klaren Ziel und ohne Kompromisse hergestellt, bringen Interface Bodenbeläge mehr Design, mehr Leistung, mehr Innovation und mehr Fortschritt zum Wohle des Klimas in Innenräume. Als jahrzehntelanger Pionier im Bereich Nachhaltigkeit setzt Interface alles daran, sich zu einem regenerativen Unternehmen zu entwickeln. Heute konzentriert sich das Unternehmen auf die Reduzierung der CO₂-Emissionen statt Kompensation, um seine von der Science Based Targets initiative wissenschaftlich fundierten Ziele bis 2030 und sein Ziel, bis 2040 ein CO₂-negatives Unternehmen zu werden, zu erreichen.