documenta 14: Kassel und Athen verbindet Kunst

Öffnungszeiten documenta Kassel:
10. Juni bis 17. September 2017
Täglich 10–20 Uhr

Öffnungszeiten ARCHITECTDOCUMENTS:
11. Juni bis 17. September 2017
Montag bis Freitag 12-20 Uhr, Samstag und Sonntag 10-20 Uhr

Dieses Jahr ist alles ein bisschen anders: die documenta findet nicht nur in Kassel statt, sondern hat einen zweiten Standort, nämlich Athen. Warum? Adam Szymczyk, der künstlerische Leiter der documenta 14, meint, dass es Zeit für einen Blickwechsel und eine völlige Transformation der documenta durch einen Ortswechsel sei.

Eine der weltweit bedeutendsten Kunstausstellungen, die documenta, inszeniert vom 10. Juni bis 17. September 2017 ihre 14. Ausgabe. Das Besondere: Dieses Mal findet die documenta nicht wie gewohnt nur in Kassel statt, sondern hat einen zweiten Spielort in Athen. Vom 8. April bis zum 16. Juli waren Kunst-Programme in verschiedenen Formaten in der griechischen Hauptstadt erlebbar, sozusagen als Vor- bzw. Parallellauf zum Hauptspielort Kassel. Danach wird das Projekt an über 30 Veranstaltungsorten und öffentlichen Räumen in Kassel fortgesetzt und dort bis zum offiziellen Ende am 17. September zu sehen sein. Einige der Programme werden sowohl in Kassel als auch in Athen präsentiert.

Die Entscheidung für zwei Standorte resultiert aus der Leitidee der documenta „Von Athen lernen“. Daher wurden die ausstellenden Künstler eingeladen, sowohl in Kassel als auch in Athen tätig zu sein.

Kunstwerke, die dem Publikum in Erinnerung bleiben, sind unter anderem der „Parthenon der Bücher“, ein Nachbau des großen Akropolis-Tempels, an dem Bücher hängen, die irgendwo auf der Welt verboten sind oder waren. Oder die Installation "Fluchtzieleuropahavarieschallkörper", des Künstlers Guillermo Galindo, die aus Wracks von Flüchtlingsbooten besteht, die an der griechischen Küste gestrandet sind.

Auch sehenswert ist die Ausstellung architectdocuments, mit der lokale Architekten einen künstlerischen Beitrag leisten wollen. Wie schon während der drei letzten documentas findet deshalb, auf Anregung der Kasseler Gruppe des Bundes Deutscher Architekten BDA, auch dieses Mal wieder die Ausstellung architectdocuments im KAZimKUBA statt. Das 1998 von der örtlichen BDA-Gruppe gegründete Architekturzentrum im Kulturbahnhof Kassel bietet ein öffentliches Forum für die Themen Architektur, Planung und Baukultur.

Dort zeigen 25 international renommierte Architekten 100 Tage lang ihre Überlegungen zu Europa in Verbindung mit Architektur und Städtebau. Dabei geht es auch mal spielerisch, heiter und ironisch zu – aber eben auch tiefgründig und ernst. Das Zusammenspiel der Exponate ist entsprechend überraschend.