Interface im Mies van der Rohe Business Park

Vergangenheit trifft Gegenwart

Der Charakter unserer Zeit soll in unseren Bauten spürbar sein. Wir wollen die Form unserer Bauten aus dem Wesen der Aufgabe heraus gestalten, aber mit den Mitteln unserer Zeit.“ (Mies van der Rohe)

In den 30er Jahren erbaute Mies van der Rohe im Auftrag der VerSeidAG einen Textilpark mit Produktionsstätten und Nebengebäuden der Seidenindustrie in Krefeld. Das HE-Gebäude (Gebäude für Herrenfutterstoffe) sowie ein Shedbau sind aus seinen Entwürfen entstanden. Schlichterei, Kesselhaus und ein weiterer Shedbau wurden zudem unter der Leitung des Bauhausschülers Erich Holthoff erbaut – genauso wie das Speditionshaus.

Die Verbindung von Alt und Neu, Historie und Moderne, Vergangenheit und Gegenwart ist in jedem Winkel dieses geschichtsträchtigen Baus im Mies van der Rohe Business Park in Krefeld zu spüren. Als einer der bedeutendsten Architekten der Moderne hinterließ Mies van der Rohe diesen Industriebau als einzigartiges Erbe – heute dient er als neuer Deutschlandsitz der Interface Deutschland GmbH.

Für den Umzug in das Speditionshaus, das den Eingang des Parks symbolisiert, entschied sich Interface ganz bewusst, denn eine Philosophie, die Natur, Gebäude und Mensch vereinigt, steht nicht nur für Interface, sondern stand auch bereits für Mies van der Rohe im Mittelpunkt des Schaffens und Handelns.

Offenheit, Kreativität und Natürlichkeit bestimmen den Charakter des neuen Interface Living WorkPlace, dessen architektonische Grundlage die „14 Pattern of Biophilic Design“ von Terrapin Bright Green bilden. Von außen blieb der Originalzustand weitestgehend erhalten, denn Kubatur und Fensteröffnungen wurden nicht verändert. Eine Innentreppe verbindet Erdgeschoss und Untergeschoss und ist somit das Zentrum innerhalb des 650 Quadratmeter großen Bürogebäudes. Gleichzeitig lässt eine große Wasserwand Besucher und Mitarbeiter die organische Bewegung eines natürlichen Elements spüren. Schaut man an die Wände, begegnen einem außerdem immer wieder Aussagen des Firmengründers Ray Anderson, die die einzelnen Raumbereiche thematisch prägen. Eine Kitchenette mit geschwungenen Barmöbeln lädt zum Verweilen ein und verleiht ein Gefühl der Großzügigkeit. Rückzugsorte, wie Lounge und Bibliothek sorgen zudem für ruhige und entspannte Momente während des Arbeitsalltags.

Im Fokus der neuen Bürogestaltung standen von Beginn an das Wohlbefinden der Mitarbeiter, das Thema Nachhaltigkeit sowie die Verbindung zur Natur. So wurde das Büro im gesamten Interface Living WorkPlace für ein positives Raumambiente begrünt. Durch die Anwendung des sogenannten ActiveOffice®-Konzepts wird der Aufenthalt im Büro sogar zu einer stimulierenden Aktivität: vielfältige Arbeitsmöglichkeiten können je nach Bedarf für konzentriertes Arbeiten oder lebendige Teamarbeit genutzt werden. Und um die Büroarbeit noch dynamischer zu gestalten, gibt es an den Arbeitsplätzen weder Ablagen noch Papierkörbe; Ringe, eine Sprossenwand und Schlagpolster animieren zur Bewegung. So steht der Mensch zu jeder Zeit im Mittelpunkt – in einem Umfeld, so überraschend, flexibel und inspirierend wie sein Namensgeber selbst.

Seien Sie auf die folgenden Stories gespannt! Die nächste lautet: „Bauhaus Timeline“.

Einen Überblick über alle bisher verfügbaren Stories erhalten Sie unter www.interface.com/100stories.