Casascura – Ein Haus zwischen Tradition und Moderne

Vor zehn Jahren zog der Schweizer Architekt Kurt Hauenstein mit seiner Frau Marilies Düsterhaus in den kleinen Ort Fläsch mit knapp 600 Einwohnern in dem Kanton Graubünden. Dort erwarb er ein Grundstück in Randlage mit einem alten Bauernhaus, das vermutlich Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut wurde. Zusammen mit seinem Büro atelier-f entwickelte er einen Entwurf für ein neues Wohnhaus – Abreißen und Neubauen kam für Hauenstein jedoch nicht in Frage, denn er wollte ein Gebäude schaffen, das den historischen Charme bewahrt, das dörfliche Leben widerspiegelt und durch die Kombination mit modernen Elementen zu etwas Neuem wird.


Raum für Neues

Das traditionsreiche Haus wurde von Grund auf kernsaniert – lediglich die Scheune musste einem Neubau aus anthrazit lasiertem Ortbeton weichen, der nun durch einen gläsernen Zwischenbau mit dem Haupthaus stilvoll verbunden ist. Die Fenster der ehemaligen Scheune wurden so in das Gebäude eingefügt, dass sie einen beeindruckenden Blick über die Schweizer Alpen freigeben und den Innenraum des Gebäudes mit Licht durchfluten. Die beiden Wohngeschosse bilden über eine Galerie einen weitläufigen Wohnraum, dessen Mittelpunkt ein offener, hochmoderner Kamin darstellt und dem Raum ein stilvolles Ambiente verleiht.


Kontraste

Im Zwischenbau befinden sich Nebenräume, wie der Aufzugsschacht oder Bäder – durch das gläserne Dach des oberen Bads erhält man eine einmalige Sicht auf den nächstgelegenen Berg. Beibehalten wurde das alte Treppenhaus, das Besuchern einen abenteuerlichen, steilen Abstieg verspricht und die verschiedenen Etagen verbindet. Ein durchlaufender Bodenbelag aus massivem Eichenholz holt die Natur ein Stück weit ins Innere und verleiht den reduziert gestalteten Räumen Wärme. Türen und Wandvertäfelungen mit deutlichen Gebrauchsspuren sowie alte Farbereste in der Küche wurden erhalten und stehen der modern gestalteten Küche mit ihren hochpolierten Edelstahl-Elementen gegenüber – ein Haus voller Kontraste. Umschlossen ist das Grundstück von einer dunklen Mauer aus Stampfbeton, die ähnlich der häufig vorkommenden Bruchsteinmauern in dieser Gegend gestaltet ist. Auch die für den Ort typischen ehemaligen Viehtränken findet man auf Kurt Hauensteins Grundstück wieder – Ein kompakter, betonierter Brunnen soll daran erinnern.

Der Name des Gebäudes „Casascura“ ist italienisch und bedeutet so viel wie „dunkles Haus“. Auf den ersten Blick beschreibt der Name den anthrazit lasierten Neubau – er geht jedoch eigentlich zurück auf den Nachnamen der Hausherrin: Düsterhaus.

Kurt Hauenstein schuf in seinem neuen Wohnhaus Innenräume, die durch die Verbindung von Alt und Neu und dem ästhetischen Design die Kreativität und das Wohlbefinden seiner Nutzer fördern – Solche Räume nennen wir +Positive spaces™. Erfahren Sie mehr.