Biophilic Design: Wenn Räume kreativer machen

Wer kennt es nicht: Nach einem Waldspaziergang fühlt man sich konzentrierter und positiv gestimmt. Inzwischen weiß man, dass auch in Räumen der Kontakt zu Elementen aus der Natur die Konzentration erhöht und Menschen leistungsfähiger macht. Man muss sich jedoch kein echtes Stück Wiese unter den Schreibtisch legen, um diesen Effekt zu erreichen. Das Prinzip des „Biophilic Design“ beschreibt, auf was es bei der Gestaltung von (Innen-)Architektur ankommt, um den Menschen auch dort mit der Natur zu verknüpfen.


Liebe zum Leben

Das Bedürfnis mit der Natur in Einklang zu sein wohnt jedem Menschen inne. Erich Fromm führte den Begriff der „Biophilie“ ein, der „Liebe zum Leben“ oder der „Liebe zum Lebendigen“. Wird dieses Bedürfnis nicht befriedigt, kann dies negative Auswirkungen auf den Menschen haben und krank machen. Je urbaner wir leben und arbeiten, desto mehr verlieren wir die Verbindung zur Natur: Weltweit müssen laut dem globalen „Human Spaces Report“ fast die Hälfte aller Büroangestellten ohne natürliches Tageslicht auskommen. Ein verschenktes Potenzial, denn es ist belegt, dass der Kontakt zur Natur oder Natur-Analogien uns kreativer, produktiver und gesünder machen.


Krankenhäuser, die schneller gesund machen

Dafür gibt es ein Prinzip: Das so genannte „Biophilic Design“ zielt darauf, den Menschen in seiner gebauten Umgebung wieder stärker mit der Natur zu verbinden. Räume, die nach den Grundsätzen des Biophilic Design gestaltet sind, reduzieren Stress, erhöhen kognitive Fähigkeiten und Kreativität und wirken gesundheitsfördernd. Psychologie und Neurowissenschaften belegen in immer mehr Studien, das dies funktioniert: So entstehen Krankenhäuser, in denen Patienten schneller gesund werden, Schulen, in denen Schüler bessere Ergebnisse erzielen und Büros, in denen die Menschen produktiver und kreativer arbeiten und weniger krank sind.


Natur im Büro: Echt oder als Prinzip

Neben dem direkten Erleben von Natur-Elemente wie Pflanzen, Wasser oder natürlichem Licht kann zum Beispiel auch schon der visuelle Kontakt aus einem Büro heraus in einen Grünraum positive Effekte haben. Es geht jedoch nicht nur um die plakative Integration von Grünpflanzen in Büroräume. Biophilic Design ist weit mehr: Auch die Anwendung von Natur-Analogien und Natur-Prinzipien in der Gestaltung von Räumen unterstützt den Menschen positiv. Ein Beispiel: Läuft man über ein unebenes, steiniges Gelände, ist erhöhte Konzentration gefragt. Diesen Effekt kann man sich auch in Büroräumen zunutze machen: Ein Wechsel im Bodenbelag zwischen weich und hart oder ein textiler Belag mit unterschiedlichen Florhöhen stimulieren die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit.


Modularer Bodenbelag, von der Natur inspiriert

Interface hat sich nachhaltigem Handeln verpflichtet und entwickelt Produkte nach den Prinzipien des Biophilic Design. Die Kollektion Human Nature bietet von der Natur inspirierte Texturen und Strukturen, die an Waldböden, Wiesen oder Kieselsteinpfade erinnern. Interface ist weltweit führend im Design und in der Herstellung von textilen modularen Bodenbelägen, die Funktionalität und Nachhaltigkeit vereinen.

 



Zum Weiterlesen:

Der Human Spaces Report von Interface untersucht auf einem globalen Level welche Auswirkungen die physische Arbeitsumgebung auf das Wohlbefinden hat. Grundlage für die wissenschaftliche Studie ist eine Befragung von 7.600 Büroangestellten in 16 Ländern.