Modulare Architektur: Buntes Treiben statt tristem Plattenbau

Bauen mit standardisierten Modulen. Hört sich langweilig an? Vom Plattenbau weit entfernt ist das „Hive-Inn City Hotel“: Der Entwurf des Architektenbüros OVA Studio aus Hongkong benutzt Schiffscontainer, die in einer großen Struktur zusammen gestapelt ein Hotel ergeben. Jeder Container ist ein voll ausgestattetes Hotelzimmer. Der Clou: Reisende können ihren Container, sprich ihr Hotelzimmer, auf einer Reise einfach mitnehmen.


Schieben, stecken, stapeln

Das Hive-Inn City Hotel gleicht einem einfachen Baukastensystem: Eine Gitterstruktur in Turmform bildet das Gerüst für das Hotel, ein Kran auf dem Dach schiebt die Container in die Struktur. Die ehemaligen Schiffscontainer sind umgerüstet in vollwertige Hotelzimmer mit Bad. In der Mitte des Gerüstes verlaufen fest installiert Aufzug, Treppen und Leitungen, an die die Container andocken und so mit Wasser und Strom versorgt werden.


Modularität? Flexibilität!

Modulare Bauweisen werden vor allem wegen ihrer effektiven und meist kostengünstigeren Herstellung angewandt. Die vorgefertigten, standardisierten Bauteile können in Masse günstiger produziert werden als individuell hergestellte Bauten. Kreativ angewandt birgt modulare Architektur jedoch gleichzeitig ein hohes Maß an Flexibilität: Gibt es ein passendes Schnittstellen- sprich Verbindungssystem, können die Module zu lebendigen und flexiblen Gesamtkonstrukten gefügt werden. Diese Flexibilität bietet das Hotelkonzept auch auf einem anderen Level: Reisende können ihren Container per Schiff an einen anderen Ort bringen lassen. So reist das Hotelzimmer einfach mit und man spart sich das Ein- und Auspacken. Vorgesehen sind die Standorte für das Hive-Inn City Hotel deshalb in Metropolen mit Häfen rund um den Globus.


Auch der Inhalt ist flexibel

Die schnelle, effektive und platzsparende Bauweise funktioniert auch für andere Nutzungen. Das Architektenduo sieht vor, dass nach dem gleichen Prinzip auch urbane Farmen gestaltet werden können. In der entsprechend genannten „Hive-Inn City Farm“ werden in den einzelnen Modulen Nahrungsmittel angebaut, Energie gewonnen oder Müll und Wasser recycelt. Ein kompaktes Ökosystem für Großstädte.


Modular ist nachhaltig

Modulare Bauweisen und Ausstattungen sind effizient in der Herstellung und Handhabung und bieten eine große Flexibilität wenn es später im Lebenszyklus um Nutzungsänderungen oder Anpassungen geht. In der Summe erreichen sie damit eine hohe Nachhaltigkeit. Interface ist weltweit führend im Design und in der Herstellung von textilen modularen Bodenbelägen – und hat sich nachhaltigem Handeln verpflichtet: Im Vergleich zu Bahnenware stehen die modularen Beläge für geringen Verschnitt, einfaches Handling und Flexibilität wenn es zum Beispiel um den gezielten Austausch einzelner Fliesen in stark genutzten Bereichen geht.